Der
Dramatiker
Euripides

Euripides (griechisch Εὐριπίδης Euripídēs; * 480 v. Chr. oder 485/484 v. Chr. auf Salamis; † 406 v. Chr. in Pella) ist einer der großen klassischen griechischen Dramatiker.
Sämtliche Stücke in chronologischer Reihenfolge

|Aigeus||– ||verloren
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|Aiolos||vor 423||von Aristophanes erwähnt, verloren
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|[[Alexandros (Euripides)|Alexandros]]||415||erstes Stück der Tetralogie, fragmentarisch
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|'''[[Alkestis (Euripides)|Alkestis]]'''||438|| vertritt Satyrspiel in der Tetralogie
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|Alkmaion in Korinth||nach 406||zweites Stück der Tetralogie, verloren
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|[[Alkmaion in Psophis]]||438|| zweites Stück der Tetralogie, verloren
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|Alkmene||– ||verloren
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|Alope||– || verloren
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|'''[[Andromache (Euripides)|Andromache]]'''||ca. 424||
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|[[Andromeda (Euripides)|Andromeda]]||412|| erstes Stück der Tetralogie, verloren
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|Antigone||– || verloren
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|Antiope||ca. 408|| verloren
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|Archelaos||ca. 407||Festspiel für König [[Archelaos I.]] von Makedonien, verloren
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|Auge||– ||verloren
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|Autolykos||– || Satyrspiel, verloren
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|Bellerophontes ||vor 425||von Aristophanes erwähnt, verloren
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|Busiris||– || Satyrspiel, verloren
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|Chrysippos||410/409||zweites Stück der Tetralogie, verloren
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|Danaë||– || verloren
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|'''[[Der Kyklop]]'''||ca. 412–408||Satyrspiel
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|'''[[Die Bakchen]]'''||nach 406|| drittes Stück der Tetralogie
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|Die eingekerkerte Melanippe||– || Ausschnitte erhalten<ref>Papyrussammlung des [[Ägyptisches Museum Berlin|Berliner Ägyptischen Museums]] Inv.Nr. P 5014</ref>
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|'''[[Die Hilfeflehenden]]''' (''Hiketides'')||ca. 421||
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|'''[[Die Herakliden]]'''||ca. 430||
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|Die Temeniden||– || verloren
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|Die kluge Melanippe||– || verloren
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|Die Kreter||– ||verloren
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|Die Kreterinnen||438||erstes Stück der Tetralogie, verloren
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|Die Leute von Skyros||– ||verloren
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|'''[[Die Phönikerinnen]]'''||410/409|| drittes Stück der Tetralogie
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|Die Schnitter||431||Satyrspiel, schon in der Antike verloren
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|Die Töchter Pelias'||455|| erstes Stück, dritter Platz, verloren
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|'''[[Die Troerinnen]]'''||415|| drittes Stück der Tetralogie
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|Diktys||431||drittes Stück der Tetralogie, verloren
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|'''[[Elektra (Euripides)|Elektra]]'''||ca. 413||
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|Erechtheus||ca. 423|| verloren
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|Eurystheus||– || Satyrspiel, verloren
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|'''[[Hekabe (Euripides)|Hekabe]]'''||ca. 424||
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|'''[[Helena (Euripides)|Helena]]'''||412|| zweiter Platz
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|'''[[Herakles (Euripides)|Herakles]]'''||ca. 421–416||
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|'''[[Der bekränzte Hippolytos]]'''||428|| erster Platz
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|Der verhüllte Hippolytos||ca. 434|| verloren, wahrscheinlich dritter Platz
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|Hypsipyle||ca. 408|| verloren
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|Ino||– || verloren
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|'''[[Ion (Euripides)|Ion]]'''||ca. 412–408||
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|'''[[Iphigenie bei den Taurern]]'''||ca. 414–412||
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|'''[[Iphigenie in Aulis]]'''||nach 406|| erstes Stück der Tetralogie
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|Ixion||– || verloren
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|Kadmos||– || verloren
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|Kresphontes||– || verloren
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|Likymnios||– || verloren
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|'''[[Medea (Euripides)|Medea]]'''||431|| erstes Stück der Tetralogie
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|Meleagros||– || verloren
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|Oidipus||– || verloren
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|Oineus||– || verloren
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|Oinomaos||410/409|| erstes Stück der Tetralogie, verloren
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|'''[[Orestes (Euripides)|Orestes]]'''||408||
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|Palamedes||415|| zweites Stück der Tetralogie, verloren
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|Peliaden||– ||verloren
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|Phaethon||– ||verloren
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|Philoktetes||431|| zweites Stück der Tetralogie, verloren
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|Phoinix (I)||– ||verloren
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|Phoinix (II)||– ||verloren
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|Phrixos||– ||verloren
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|Pleisthenes||– ||Satyrspiel, verloren
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|Polydios||– ||verloren
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|Protesilaos||– ||verloren
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|'''[[Rhesos#Schriftliche Überlieferung|Rhesos]]'''||– ||Euripides zugeschrieben, Autorschaft ist aber umstritten; ein verlorenes Stück ''Rhesos'' ist aber für Euripides bezeugt.
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|Sisyphos||415||Satyrspiel, verloren
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|Skiron||– ||Satyrspiel, verloren
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|Steneboia||– || verloren
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|Syleus||– ||Satyrspiel, verloren
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|[[Telephos (Euripides)|Telephos]]||438|| drittes Stück der Tetralogie, verloren
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|Temenos||– || verloren
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|Theseus||– || verloren
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|Thyestes||– || verloren
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DIE BAKCHEN

...

Aus dem Spielzeitheft des Burgtheaters Wien zur Ankündigung der Premiere am 12.09.2019:

Dionysos, den seine Anhänger auch Bakchos nennen, ist nach Theben, in die Stadt seiner Herkunft, zurückgekehrt, um seine Anbetung zu erzwingen. Pentheus, der neue Herrscher Thebens, hat eine säkulare Ordnung geschaffen und erkennt die göttliche Abstammung des Dionysos als Sohn des Zeus nicht an. Große Teile der Bevölkerung unter Führung von Pentheus’ Mutter Agaue hat der Gott bereits in seinen Bann geschlagen, sie feiern als Bakchen in den nahegelegenen Bergen Orgien zu Ehren des neuen Gottes.
 

Die Bakchen ist ein Drama der Krise. Seine Uraufführung findet 406 v. Chr. nach fast dreißig Jahren Krieg mit Sparta kurz vor der Niederlage Athens statt. Es ist eine Zeit der Gegenaufklärung, der Intoleranz, der Ketzerverfolgung. Der griechischen Aufklärung, die das Denken des fünften vorchristlichen Jahrhunderts bestimmt hatte, wird der Prozess gemacht 

 

1 . Euripides hat sich aus Athen abgesetzt. In Die Bakchen versucht Pentheus, der Erosion des öffentlichen Lebens mit polizeilichen und militärischen Mitteln Einhalt zu gebieten. Als er sich selbst in die Nähe der Bakchen begibt, wird er von diesen in Stücke gerissen 

 

2 . In verblendetem Triumph zieht Agaue, den Kopf ihres Sohnes in den Händen, nach Theben ein. Dochdas grausame Erwachen bleibt ihr und der Stadt nicht erspart

 

3 .
Das vermutlich letzte vollendete Drama des letzten der drei großen Autoren der griechischen Klassik, einer der Grundtexte des europäischen Theaters, eröffnet die neue Direktion am Burgtheater. In ihm steht für die Stadtgesellschaft und ihre Verfassung viel auf dem Spiel.


Dionysos, der „kommende Gott“, dessen Rückkehr Euripides beschreibt, verspricht Gemeinschaft und Identität, Orientierung und Gefolgschaft – mithin die Befreiung von individueller Verantwortung und moralischen Fesseln
und die Lizenz zu ungezügelter Gewaltausübung gegen seine Gegner. Die Bakchen sind eine grundlegende Studie über den Einbruch des Irrationalen in eine säkulare Gesellschaft und rühren mit der Wucht antiker Dramatik an eine der Grundfragen unserer Zeit.

Regisseur und Bühnenbildner Ulrich Rasche arbeitet zum ersten Mal am Burgtheater. Mit seinen monumentalen Bühnenmaschinen, dem konsequenten Einsatz von Musik und großen Chören, sowie der strengen Fokussierung seiner Inszenierungen auf die Sprache hat er sich in den letzten Jahren einen bedeutenden Namen gemacht.

REGIE & BÜHNE ULRICH RASCHE
KOMPOSITION & MUSIKALISCHE LEITUNG NICO VAN WERSCH
KOSTÜME SARA SCHWARTZ
MITARBEIT BÜHNE SABINE MÄDER
CHOREINSTUDIERUNG TONI JESSEN, JÜRGEN LEHMANN
VIDEO SOPHIE LUX
DRAMATURGIE SEBASTIAN HUBER
AUS DEM ALTGRIECHISCHEN VON WOLFGANG SCHADEWALDT
PREMIERE AM 12.09.2019 IM BURGTHEATER WIEN
3
Gott ist gegangen.
Theben ist leer.

Aktuelle Aufführungen:
12.09.19 Burgtheater Wien