Der
Dramatiker
Zacharias
Werner

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MARTIN LUTHER, oder DIE WEIHE DER KRAFT

Das Stück setzt mit der Nachricht ein, dass der Papst eine Bannbulle gegen Martin Luther erlassen hat, und wechselt dann nach Wittenberg, wo die Abgesandten des Kurfürsten Friedrich das Nonnenkloster aufheben. Das Dekret wird von den älteren Nonnen mit Bedauern, von den jüngeren mit Jubel aufgenommen, da die Liebe nun wieder zu ihrem Recht kommen könne. Während sich so alle fügen, bleibt einzig Katharina von Bora bei Ihrem Entschluss, das Kloster nicht zu verlassen. Hieran hindert sie auch nicht das Erscheinen ihres früheren Jugendfreundes Franz von Wildeneck, denn sie trägt jetzt ein anderes Ideal in sich, das sie noch nicht erblickt hat, das sie aber in dem jungen Luther erkennt, als sie auf die Wiese gelaufen ist, wo der Reformator die Bulle des Papstes unter dem Jubel der Menge verbrennt.
 

Die erste Szene des zweiten Aktes bringt die volle Exposition des Schauspiels. Von seinen Eltern zum ersten Mal nach zwanzig Jahren aufgesucht, bekommen wir seine ganze Jugend von ihm selbst geschildert: Jugendzeit und Studienjahre, den Beginn seines Kampfes, den Anschlag der Thesen, die Bibelübersetzung, die neue Lehre, die bis zur Berufung an den Reichstag in Worms.

Noch einmal sucht Franz Katharina von Bora im Garten des Klosters auf, und vermag ihren Bitten nicht zu widerstehen, als sie ihn auffordert, sie mit nach Worms zu nehmen, weil ihr Ideal, ihr Heiland Luther dorthin aufgebrochen ist.
 

Drei Szenen füllen den dritten Akt, der ganz in Worms spielt. Zunächst sind wir in der Burg, wo das Verhältnis der Fürsten und zur Kirche geschildert wird, um dann eine breite Charakteristik von Karl, dem V. im Gespräch mit seinem lustigen Berater Bossu zu geben. Die beiden nächsten Szenen zeigen Luther zuhause und dann auf dem Markt, wo er entgegen aller Ratschläge des Fürsten und seiner Freunde erklärt, dass er seine Meinung vor dem Reichstrag vertreten will.

Im Folgenden wird in glänzenden Farben der Reichstag geschildert, der hier mit Luthers Verteidungsrede beginnt.

Auf seiner Heimreise trifft er im Wald auf Katharina von Bora, bevor er von unbekannten Reitern überfallen und entführt wird.

Im Fünften Akt ist fast ein Drama für sich, gefüllt mit religiös-phantastischen Bildern, zuerst in der Nonnenkirche zu Wittenberg beim Begräbnis von Katharinas Pflegekind Therese, dann auf der Wartburg, wo Luther sich mit seinem jugendlichen Famulus Theobald aufhält, und ihm als Traumbild Elisabeth Cotta erscheint; zuletzt sind wir wieder in Wittenberg, wo sich Franz von Wildeneck, der von Katharinas Liebe zu Luther weiß undrasend vor Eifersucht ist, sich an die Spitzer der Bilderstürmer setzt, und den heimkehrenden Reformator mit dem Schwert durchbohrt hätte, wenn sich Theobald nicht im letzten Moment vor Luther gestellt, und an dessen Stelle gestorben wäre.

An der Leiche des für ihn gestorbenen Theobald, gerät Luther in ekstatische Zustände, zweifelt an seiner Sendung, bis ihn Katharina zu sich aufhebt, und seine Frau wird, um ihm neuen Kampfesmut zu geben.


(Copyright: Schauspielführer.com)

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